Ylva Verlag

Frauen lieben Frauen, auch in der Literatur und auf der Frankfurter Buchmesse

Ein Tag auf der Frankfurter Buchmesse ist für viele Buchbegeisterte ein abenteuerlicher Ausflug in die Welt der Bücher und für die Mitarbeiter_Innen von Verlagen eine schöne Gelegenheit, Leser_Innen persönlich zu treffen.

So haben wir vom Ylva Verlag zusammen mit unseren Freunden und Standnachbarn vom Querverlag den unsäglich hohen  Temperaturen der Halle 4.1 getrotzt und an allen fünf Tagen enthusiastisch das getan, was wir am meisten lieben: über queere Bücher geredet. Auch in diesem Jahr waren der Queerverlag und der Ylva Verlag wieder einmal die einzigen queeren Verlage auf der gesamten, großen Buchmesse.

 

Ein erster Blick auf LGBTQ+ Neuerscheinungen

Auf jeder Veranstaltung, die wir besuchen, steht der Ylva Verlag für LGBT+ Sichtbarkeit und Repräsentation von Frauen liebenden Frauen in der Literatur. Es freut uns daher immer, wenn Leser_Innen uns neu entdecken. Genauso schön ist es natürlich, wenn bereits vertraute Gesichter uns einen Besuch erstatten, um sich persönlich von unseren Neuerscheinungen erzählen zu lassen. Beides ist uns dieses Jahr mehrfach passiert.

Viele der Leser_Innen hatten dabei die Chance, die neuesten lesbischen Liebesromane gleich nach ihrer Veröffentlichung zu erwerben: Aus der Rolle gefallen von Lee Winter und Sommergeflüster zu zweit von Harper Bliss auf Deutsch sowie Slammed von Lola Keeley und The Roommate Arrangement von Jae auf Englisch.

Gleich fünf unserer Autorinnen waren während der Buchmesse an unserem Stand: Jae, Chris Zett, Ina Steg, Emma Weimann und A. L. Brooks. Es wurden fleißig Bücher signiert und  Erinnerungsfotos geschossen.

 

Besuch aus der ganzen Welt interessiert sich für LGBT+ Bücher

Nicht nur deutsche Leser fanden den Weg zu uns. Am Donnerstag war beispielsweise eine freundliche Illustratorin aus Japan bei uns am Stand. Aus ihrem Heimatland kennt sie Verlage mit queeren Romanen nicht. Wir hoffen sehr, dass sie viel Spaß mit dem lesbischen Liebesroman haben wird, den sie bei uns als Überraschungsbuch erhalten hat. An einem anderen Tag war eine Französin, die sich für deutsche LGBT-Buchverlage und den deutschen Buchmarkt interessierte am Stand und hat mit uns ausführlich die Unterschiede zwischen Frankreich und Deutschland in Sachen Lesbenliteratur besprochen.

Ein langes Gespräch haben wir auch mit einem amerikanischen Journalisten geführt, der durch unsere Regenbogenflagge auf uns aufmerksam geworden war. Ihn interessierten besonders die Erfahrungen, die wir als LGBT+ Personen im Laufe unseres Lebens gemacht haben und wieso queere Sichtbarkeit in Büchern so wichtig ist. Er selbst ist heterosexuell und wollte mehr über die LGBT-Community erfahren, um die Lebensrealität seiner LGBT-Freunde besser verstehen zu können.

Stellung gegen Rechts beziehen

Wie schon im letzten Jahr haben wir und viele andere Verlage diese Plattform auch genutzt, um uns mit den Aufklebern und Buttons „Verlage gegen Rechts“ eindeutig gegen nationalsozialistisches Gedankengut und seine Vertreter auf der Buchmesse abzugrenzen.

Wir haben dieser Stellungnahme allerdings noch eins drauf gesetzt. Bei uns gab es zusätzlich Aufkleber mit der Aufschrift „Lesben gegen Alice Weidel. Kein Platz für Nazi-Propaganda“, die uns an auf der Veranstaltung ebenfalls eine Menge interessante Gespräche und Zuspruch eingebracht haben. Diese Aufkleber werden wir auch auf der Leipziger Buchmesse mit dabei haben.

 

 

Queere Bücher in Leipzig

2020 werden wir zum ersten Mal auch auf der Leipziger Buchmesse vertreten sein, wo wir uns mit anderen LGBT+ Verlagen zusammentun, um eine queere Insel inmitten des Messetrubels zu bilden. Dort können Interessierte dann auch an allen Messetagen Bücher bei uns erwerben.

Kommt doch im März auch dort an unserem Stand vorbei. Wir sind sehr gespannt darauf, noch mehr mit Buchfreunden zu plaudern und euch unsere neuen Romane mitzubringen.


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