Ylva Verlag

Blog



Perfect Rhythm – Herzen im Einklang: der neue Liebesroman von Jae

Gepostet von am Okt 11, 2017 in Interview | Keine Kommentare

PerfectRhythm(german)-3D-BookCover-transparent_backgroundDie Fans von Jaes Büchern dürfen gespannt sein. Mit ihrem neuen Roman „Perfect Rhythm – Herzen im Einklang“ spricht die Autorin wieder die Herzen ihrer Leserinnen an. Doch dieser Liebesroman ist anders.

In unserem Interview erzählt Jae, worin sich dieser Liebesroman von ihren bisherigen unterscheidet und warum sie sich dazu entschieden hat, dass eine ihrer Hauptfiguren asexuell ist. Und die Autorin gibt uns einen Einblick, wie sie zu ihrem neuen Roman recherchiert hat.

 

Kannst du kurz erzählen, worum es in deinem neuen Roman „Perfect Rhythm – Herzen im Einklang“ geht?

Eine der beiden Hauptfiguren ist Leontyne Blake, ein gefeierter Popstar, die aber beruflich ausgebrannt ist und auch ihren Glauben an die Liebe verloren hat. Frauen geht es immer nur um ihr Image oder ihr Geld.

Als sie erfährt, dass ihr Vater einen Schlaganfall hatte, kehrt sie widerwillig in die Kleinstadt zurück, in der sie aufgewachsen ist. Dort lernt sie Holly kennen, die Krankenschwester ihres Vaters. Holly ist völlig anders als alle Frauen, die Leo je kennengelernt hat – nicht nur, weil Leos Berühmtheit und ihr Geld sie nicht beeindrucken, sondern auch, weil Holly asexuell ist.

In dem Buch geht es darum, wie die beiden trotz ihrer Unterschiede lernen, zu einem harmonischen Einklang zu finden.

 

„Perfect Rhythm – Herzen im Einklang“ ist dein elfter Liebesroman. Worin unterscheidet er sich von deinen bisherigen Liebesgeschichten?

Ich denke, auch dieser Roman hat genau das, was meine Leserinnen an meinen Büchern schätzen: dreidimensionale und glaubhafte Charaktere, die nicht schon auf Seite zwei miteinander ins Bett hüpfen, sondern die sich im Laufe eines längeren Romans kennenlernen, sodass eine echte Verbindung zwischen ihnen entsteht.

Was an diesem Roman anders ist, ist die sexuelle Orientierung einer der beiden Hauptfiguren. Holly identifiziert sich als homoromantisch und asexuell, was bedeutet, dass sie sich romantisch zu Frauen, hingezogen fühlt, sie aber keinerlei sexuelle Anziehung empfindet.

In den meisten Liebesromanen ist die sexuelle Anziehung zwischen den beiden Hauptpersonen einer der Faktoren, die die beiden schließlich zusammenbringen. Leos und Hollys Beziehung hingegen basiert auf anderen Grundlagen, einschließlich einer großen emotionalen Intimität. Ich denke, dass auch nicht-asexuelle Leserinnen sich sehr viel von diesem Roman mitnehmen können.

 

Was hat dich dazu inspiriert, das Thema Asexualität und die Probleme, auf die man in einer Beziehung zwischen einer asexuellen und einer allosexuellen Frau stoßen kann, aufzugreifen?

Eine gute Freundin von mir ist asexuell und mir ist aufgefallen, dass es bis vor Kurzem keinen einzigen (Liebes-)Roman mit einer weiblichen asexuellen Hauptfigur gibt. Nicht einen einzigen! Ich finde es wichtig, dass jede(r) Jugendliche und natürlich auch jeder Erwachsene sich in Büchern und anderen Medien wiederfinden kann. Für mich selbst war es ein Schlüsselerlebnis, Romane mit lesbischen Hauptfiguren zu entdecken und mich selbst darin wiederzufinden. Dieses Erlebnis bleibt den meisten asexuellen Leserinnen jedoch verwehrt. Deshalb wollte ich dazu beitragen, ihnen das zu ermöglichen und außerdem meinen nicht-asexuellen Leserinnen diese nahezu unbekannte sexuelle Orientierung etwas näherzubringen.

 

Hattest du beim Schreiben die Befürchtung, das Thema Asexualität könnte die Fans deiner Liebesromane abschrecken oder werden die Leserinnen dennoch auf ihre Kosten kommen und typische Elemente der Jae-Liebesromane finden?

In der Tat hatte ich ein wenig Bedenken, dass die eine oder andere Leserin den Klappentext lesen und das Buch wieder aus der Hand legen könnte, in dem Glauben, dass es sich nicht um einen „richtigen“ Liebesroman handelt. Aber ich hoffe darauf, dass die meisten Leserinnen dem Buch eine Chance geben und sich vom Gegenteil überzeugen lassen. Ich persönlich glaube sogar, dass „Perfect Rhythm – Herzen im Einklang“ eines meiner schönsten und romantischsten Bücher ist und Leserinnen nichts missen werden.

 

Die andere Hauptfigur Leo unterscheidet sich sehr von Holly, außer, dass sie auch nicht mehr an die Liebe glaubt. Wie bist du auf die Idee gekommen, aus Leo einen Popstar zu machen?

Anfangs hatte ich nur genaue Vorstellungen von Holly, während die andere Hauptfigur noch völlig unklar war. Einerseits wollte ich eine Person, die völlig anders als Holly ist, andererseits musste es jedoch eine Frau sein, die sie perfekt ergänzt und die Holly vor allem so akzeptieren kann, wie sie ist, inklusive ihrer Asexualität. Für Leo sollte Hollys Asexualität im Grunde sogar etwas Positives und Liebenswertes sein. So kam ich auf die Idee, aus Leo einen Popstar zu machen, die von ihren Fans als Sexsymbol gefeiert und von ihrem Manager dazu angehalten wird, sich möglichst aufreizend zu kleiden. „Sex sells“ lautet die Devise für einen Popstar und davon hat Leo gründlich die Nase voll.

 

Der Roman verwebt die Liebesgeschichte zwischen Leo und Holly mit Leos Geschichte und den Schwierigkeiten mit ihren Eltern. War es beim Schreiben schwer, beide Stränge unter einen Hut zu bekommen?

Nein, überhaupt nicht. Leos Auseinandersetzung mit ihrer Heimatstadt und ihren Eltern ist etwas, in das ich mich gut hineinversetzen konnte. Holly ist ein typisches „Kleinstadtmädchen“ und repräsentiert scheinbar alles, was Leo eigentlich hinter sich zurücklassen wollte. Doch je besser sie Holly kennenlernt, umso mehr stellt sie fest, wie viel Liebenswertes sich doch hinter der Kleinstadtfassade versteckt. So fängt Leo an, auch ihre Beziehung mit ihren Eltern zu hinterfragen und vieles in einem neuen Licht zu sehen. Die beiden Handlungsstränge beeinflussen sich also gegenseitig, bis sie am Ende untrennbar verwoben sind.

 

Beim Lesen bekommt man einen tiefen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt eines asexuellen Menschen und auch die Konflikte, mit denen Leo als Gegenstück in dieser Konstellation zu kämpfen hat, beschreibst du sensibel. Wie hast du zu dem Thema recherchiert?

Die Recherchen dazu habe ich schon vor drei Jahren begonnen. Ich habe sämtliche Sach- und Fachbücher zum Thema Asexualität gelesen, die ich finden konnte, außerdem unzählige Berichte und Videotagebücher von asexuellen Personen, die von ihren Schwierigkeiten beim Coming-out oder in Beziehungen berichtet haben. Außerdem habe ich mich in vielen Gesprächen intensiv mit einer asexuellen Freundin unterhalten, bis ich das Gefühl hatte, das breite Spektrum Asexualität richtig verstanden zu haben und ihm gerecht werden zu können.

Zum Glück habe ich auch mehrere asexuelle Personen gefunden, die bereit waren, das Manuskript zu lesen und mir Rückmeldung zu geben zu allem, was womöglich nicht so ganz gepasst oder gefehlt hat.

Mittlerweile haben mich auch schon E-Mails von asexuellen Leserinnen erreicht, die von dem Buch begeistert waren und sich in Holly wiederfinden konnten. Schon allein deswegen hat sich der Rechercheaufwand definitiv gelohnt!

 

Wie bist du auf den Titel „Perfect Rhythm – Herzen im Einklang“ gekommen?

Ich wollte einen Titel, der auf Leos musikalischen Hintergrund hindeutet, der zugleich aber auch darauf anspielt, dass zu einem harmonischen Einklang in einer Beziehung nicht unbedingt für alle Paare Sex nötig ist. Ich persönlich mag solche Titel, bei denen mehr als eine Bedeutung mitschwingt.

 

Kannst du deinen Fans einen Ausblick geben, worauf sie sich als Nächstes freuen dürfen?

Mein nächstes Buch für meine deutschen Leserinnen wird ein historischer Liebesroman mit dem Titel „Aus dem Gleichgewicht“ sein, der im Februar 2018 erscheinen soll. Der Roman spielt im Jahr 1906 in San Francisco. Die reiche Reederstochter Kate soll eigentlich einen wohlhabenden Mann heiraten, doch stattdessen möchte sie Fotografin werden. Zum Missfallen ihrer Eltern freundet sie sich dann auch noch mit dem sizilianischen Dienstmädchen Giuliana an. Während die beiden gegen ihre aufkeimenden Gefühle ankämpfen, erschüttert ein heftiges Erdbeben San Francisco…

 

JaeUnsere Autorin Jae wuchs im Weingebiet Süddeutschlands auf. Bis im Dezember 2013 arbeitete sie als Psychologin, gab dann aber ihren Beruf auf, um Vollzeitschriftstellerin und Teilzeitlektorin zu werden. In ihrer Freizeit liest sie nach wie vor gerne, frönt ihrem Eiscreme- und Schreibwarenfaible und schaut viel zu viele Krimiserien. Gerade ist ihr Roman „Perfect Rhythm – Herzen im Einklang“ im Ylva Verlag erschienen

Der Ylva Verlag und Jae werden dieses Jahr auf der Frankfurter Buchmesse sein. Jae ist am Samstag und Sonntag da (14.10./15.10.) und signiert an beiden Tagen von 14.00 bis 14.30 Uhr ihre Bücher für euch. Ihr findet uns in Halle 4.1, Stand A41.

Lesbische & feministische T-Shirts: Verlosung für die Happy End Factory

Gepostet von am Feb 4, 2017 in Allgemeines, Verlosung | 3 Kommentare

Happy End FactoryYlva verlost drei Sets mit Postkartenaufkleber der Happy End Factory!

Wenn alles gut läuft, wird es nämlich bald über diese Anbieterin viele schöne lesbische und feministische T-Shirts zu kaufen geben. Wir unterstützen das natürlich sehr und verlosen deshalb vorab schon mal ihre Postkarten. Dieselben Motive sind dann für später als T-Shirt-Designs geplant.

 

Wie kann ich bei der Verlosung mitmachen?

Wer an unserer Verlosung der beiden Postkartenaufklebersets (Postkarten, die zugleich Aufkleber sind) teilnehmen möchte, schreibt bitte einen Kommentar unter diesen Blogpost oder bei Facebook/Twitter – und zwar bis Montag, den 6. Februar (23:59 Uhr MEZ).

Wir drücken euch die Daumen für den Gewinn!

 

Was genau ist die Happy End Factory?

Daniela Zysk (Gründerin des Onlinemagazins phenomenelle) und Larissa Gleich (selbstständige Beraterin) haben kürzlich erst die „Happy End Factory“ gegründet, um Mode und Merchandising für die LGBT*IQ Community, deren Freund*innen und alle Feminist*innen anzubieten. Nicht nur gut aussehen soll es, sondern vor allem Aussagen transportieren – ganz nach ihrem Slogan: Make your statement!

Mit der Crowdfunding-Aktion bei Startnext soll nun bis zum 28. Februar 2017 Geld gesammelt werden, um die „Happy End Factory“ wahr werden zu lassen. Wer dazu beitragen möchte, sollte sich dringend an den Spenden beteiligen. Es gibt T-Shirts und andere schöne Dinge zum Dank.

Bitte hier entlang: https://www.startnext.com/happyendfactory

Neujahrsinventur: die eigenen Träume leben

Gepostet von am Dez 31, 2016 in Tipps für Autor_innen | Keine Kommentare

fb-article_jaeFür mich ist das Jahresende immer eine besondere Zeit und das nicht nur, weil ich unzählige Weihnachtsplätzchen essen und Zeit mit Freunden und Familie verbringen kann. Es ist für mich auch eine Zeit der Reflektion und der Vorsätze. Man könnte sagen, ich mache eine Inventur meines Lebens und schaue, was gut läuft und was ich gerne im neuen Jahr besser machen oder ändern möchte.

Im Dezember feiere ich außerdem Jubiläum. Mittlerweile ist es drei Jahre her, dass ich meinen Job als Psychologin aufgegeben habe, um mich in Vollzeit meinem Traum zu widmen: Romane mit lesbischen Hauptfiguren zu schreiben.

Mit dem Schreiben habe ich schon im Alter von zehn Jahren angefangen. Aber wirklich geglaubt, dass ich eines Jahres meinen Lebensunterhalt als Autorin verdienten würde, habe ich nie. Seien wir mal ehrlich, das Schreiben ist nicht gerade ein sicherer Job. Zwar scheffeln einige Schriftstellerinnen so wie J.K. Rowling Millionen, aber für die meisten bringt ihr Schreiben nicht mehr ein als ein Taschengeld.

Deshalb verstehe ich, warum die meisten Eltern ihre Kinder nicht ermutigen, Schriftsteller oder Schriftstellerin zu werden. Meine Eltern haben mich ganz gewiss nicht dazu ermutigt. Ich stamme aus einer Familie, in der kaum gelesen wurde. Meine Eltern haben seit Jahrzehnten kein Buch mehr angefasst (seltsame Leute, ich weiß, aber ich liebe sie trotzdem) und ich kann mich nicht erinnern, meine Großeltern je mit einem Buch in der Hand gesehen zu haben. Deshalb finde ich es ziemlich amüsant, dass daraus Nachkommen entstanden sind, die eifrige Leseratten und, im Fall meiner jüngeren Schwester, meiner ältesten Nichte und mir, Autorinnen sind.

JaeJahrelang habe ich in meiner Freizeit geschrieben: im Zug auf dem Weg zur Arbeit, am Wochenende oder nach der Arbeit bis spät in die Nacht. Selbst nachdem ich mehrere Romane veröffentlicht hatte und langsam mehr Geld durch mein Schreiben verdiente, zögerte ich, den großen Schritt zu wagen und meinen Beruf aufzugeben, um Vollzeitschriftstellerin zu werden. Es war die schwierigste Entscheidung meines Lebens – und mit Abstand die beste. Ich habe diesen Schritt nie bereut, nicht einmal für eine Sekunde.

Das heißt natürlich nicht, dass es nicht auch schwierige Tage gäbe, aber endlich habe ich das Gefühl, dass ich genau das Richtige mit meinem Leben tue, und ich bin mir jeden Tag bewusst, dass nicht viele Menschen ein solches Privileg haben.

Wie wäre es also jetzt, zum Jahresende, mit einem Blick auf dein Leben? Gibt es Träume, die du nie zu verfolgen gewagt hast? Irgendwelche Ziele, die du von einem Jahr ins nächste schiebst, weil ständig andere Dinge dazwischengekommen sind? Möglicherweise wirst du feststellen, dass diese Ziele doch nicht so unmöglich zu erreichen sind, wie du dachtest.

Übrigens, wenn du auch überlegst, vom Schreiben zu leben, hier meine drei wichtigsten Tipps:

  1.  Vollzeit-Autorin zu werden, ist kein riesiger Sprung, sondern vielmehr eine Reihe kleiner Schritte. Eine Schriftstellerkarriere entsteht in jahrelanger Arbeit, nicht über Nacht. Die wenigsten Autorinnen und Autoren können von einem Buch leben, deshalb solltest du mehrere Bücher schreiben und erfolgreich veröffentlichen, bevor du daran denkst, deinen Job aufzugeben.
  2.  Sich selbst Ziele zu setzen und gute Schreibgewohnheiten zu entwickeln, ist wichtig, denn als Vollzeitautorin hat man keinen Chef mehr, der einem über die Schulter schaut. Statt nur zu schreiben, wenn dir danach ist, solltest du das Schreiben ernst nehmen und schon jetzt wie einen Job behandeln. Das wird dir später helfen, regelmäßig neue Bücher zu veröffentlichen.
  3.  Autorenhonorare sind ziemlich unbeständig, deshalb rate ich, mindestens sechs bis zwölf Monatsgehälter anzusparen, bevor du den Schritt in die Vollzeitschriftstellerei wagst.

Übrigens gibt es auch absolut nichts dagegen einzuwenden, das Schreiben als Nebenjob oder als Hobby zu betreiben, wenn dir das so lieber ist.

Egal, was deine Träume und Ziele fürs neue Jahr sind, geh sie an, selbst wenn es dir Angst macht oder eine Weile dauern sollte, bis du sie erreichst!

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

 

Fünf Last Minute Buchtipps für Weihnachten

Gepostet von am Dez 21, 2016 in Best of Listen | 1 Kommentar

Eines der schönsten Dinge in unserem Arbeitsalltag als Verlagsmitarbeiter_innen ist es, andere queere Menschen zu treffen und mit ihnen zusammenzuarbeiten. Auch zu so einigen schwul-lesbischen und queeren Buchhandlungen halten wir vom Ylva Verlag engen Kontakt. Darunter ist queer books, die queere Abteilung der Buchhandlung Weyermann in Bern, in der Schweiz. Mit Deborah und Patrick vor Ort verbindet uns seit Jahren eine freundschaftliche Zusammenarbeit. Unsere Verlegerin Astrid war in diesem Jahr sogar in Bern unterwegs und hat bei der Gelegenheit auch der Buchhandlung Weyermann einen Besuch abgestattet.

Anlässlich der Feiertage haben wir Deborah und Patrick gebeten, uns die Top 5 ihrer Lieblingsbücher zu verraten. Wer also noch in letzter Minute auf Geschenkejagd ist und gerne Bücher verschenken möchte, der_die kann sich hier noch ein paar tolle Bücherideen abholen.

 

queer-books-1

1. Untenrum Frei – Margarete Stokowski

Wie frei und gleichberechtigt sind wir? Warum fällt es uns leichter, über Essen zu reden als über Sex? Haben wir die Fesseln der Unterdrückung längst gesprengt, oder haben wir nur gelernt, in ihnen shoppen zu gehen?

Ausgehend von der zentralem These: „Wir können untenrum nicht frei sein, wenn wir obenrum nicht frei sind“ geht Stockowski diesen Fragen nach. Wie Laurie Penny geht sie von persönlichen Erlebnissen aus und erklärt damit gesellschaftliche Herrschaftskonflikte und zeigt auf: Die Freiheit im Kleinen ist von der Freiheit im Grossen nicht trennbar. Margaret Stokwoski schreibt sehr zugänglich und pointiert, nimmt aber keine Abkürzungen. Das feministische Muss dieses Jahres!

http://www.queerbooks.ch/products-8853-0/stokowski__margarete__untenrum_frei

 

queer-books-2

2. Die Freundinnen – Johanna Moosdorf

„Ich wollte eine Liebesgeschichte schreiben, und die mit Hans und Grete hat mich ein bisschen gelangweilt.“

Eine Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen: geschrieben in den 1960er, wurde das Manuskript zwei Mal vom Suhrkamp-Verlag abgelehnt, bevor er 1977 in der Nymphenburger Verlagsanstalt veröffentlicht wurde. Der Roman ist mehr als nur eine Erzählung lesbischer Liebe (und damit damals schon an sich ein Tabubruch), er ist Patriarchatskritik und ein Plädoyer für gleichgestellte und unterdrückungsfreie Beziehungen.

Nun hat der Fischer-Verlag das Buch endlich neu nachgedruckt und damit den wichtigen Roman wieder zugänglich gemacht.

http://www.queerbooks.ch/products-8454-0/moosdorf__johanna__die_freundinnen

 

queer-books-3

3. Frischer Wind am Wolfgangsee – Carolin Schairer

Die beliebte Roman- und Krimiautorin Carolin Schairer beglückt uns wieder mit einem neuen Buch: Frischer Wind am Wolfgangsee. Von der ersten bis zur letzten Seite packt uns die Geschichte einer jungen Frau aus einem traditionellen Elternhaus im Salzkammergut. Als sich Vanessa an ihrem siebenundzwanzigsten Geburtstag outet, beschliessen ihre Freundinnen sie zu verkuppeln. So lernt sie die Geschäftsfrau Louise kennen und lieben und kämpft gleichzeitig mit der Ablehnung ihrer Eltern, die mit ihrer Homosexualität nicht klarkommen.

Für alle Fans von klischeefreier Unterhaltungsliteratur.

http://www.queerbooks.ch/products-8447-0/schairer__carolin__frischer_wind_am_wolfgangsee

 

 

queer-books-4

4. George – Alex Gino

„Sei, wer du bist!“

„George“ wird die Protagonistin von allen genannt, geht aufs Knabenklo und ihre Mutter nennt sie „mein Junge“, denn noch weiss niemand , dass George ein Mädchen ist. Als sich George sich ihrer besten Freundin Kelly anvertraut, macht diese ihr Mut zu sich selbst zu stehen.

Alex Ginos hat eines der ersten Kinderbücher geschrieben, welches sich mit dem Thema Geschlechtsidentität befasst. Entstanden ist ein Mutmachbuch für Leser_innen jeden Alters.

http://www.queerbooks.ch/products-8309-0/gino__alex__george

 

 

queer-books-5

5. Die Liebenden im Chamäleon Club – Francine Prose

Ein meisterhafter Roman über die Macht des Bösen und die unvorhersehbaren Konsequenzen der Liebe.

Basierend auf der wahren Biografie von Violette Morris entwirft Francine Prose in diesem Roman die faszinierende Lebensgeschichte von Lou Villars. Lou war Wettkampfsportlerin und erfolgreiche Rennfahrerin. Später arbeitete sie in einem Pariser Transvestitenclub. Sie trug Männerkleidung und liebte Frauen.

Als sie 1936 Jahren von Hitler als Ehrengast zur Olympiade in Berlin eingeladen wird, lässt sie sich von der NS-Propaganda verführen und verliebt sich in die deutsche Rennfahrerin Inge Wallser. Wieder zurück in Frankreich spioniert sie für die Gestapo…..

Der vielstimmige Roman lässt die spannungsreiche Vorkriegsepoche und die Zeit des Zweiten Weltkriegs lebendig werden. Francine Prose erzählt von Liebe und Kunst, von Krieg und Spionage, von Verführung und Verrat – und wie Geschichte sich verändert, abhängig davon, wer sie erzählt.

Spannend, präzise und mit einer ungeheuer bildkräftigen und lebendigen Sprache!

http://www.queerbooks.ch/products-8254-0/prose__francine__die_liebenden_im_chamaeleon_club

 

queerbooks-logo-rgbDeborah & Patrick 
queer books | die queere Abteilung der Buchhandlung Weyermann

Märchen 2.0 – Jungfrauen außer Nöten

Gepostet von am Okt 31, 2016 in Fantasy | Keine Kommentare

fb-artikelfoto_ninoAm Ende läuft es doch immer darauf hinaus, dass die Prinzessin im Turm sitzt und darauf wartet, gerettet zu werden. Wahlweise von einem Prinzen auf dem edlen Ross, einem Jäger mit gewetzten Messern oder dem Königssohn mit seinem seltsamen Schuhfetisch. Grundsätzlich hatte die Frau im Märchen nicht viel anderes zu tun, als hübsch auszusehen, sich angemessen zu fürchten und sich am Ende ohne Protest, sondern mit verliebtem Blick ins Schloss ihres Retters tragen zu lassen. So sah es zumindest in den altbekannten Märchen der Gebrüder Grimm aus. Doch besonders in den letzten Jahren gab es einen regelrechten Boom von Märchenadaptionen und Neuerzählungen. Die meisten von ihnen sogar mit neuer Tiefe in Handlung und Charakterbau. Bei einigen könnte man sogar sagen, endlich mit Charakter.

Neu an Verfilmungen wie „Snow White and the Huntsman“, „Rapunzel – Neu verföhnt“ oder „Maleficent“ ist der ankommende Feminismus im Mainstream. Heute wird dieser Begriff wieder hitzig diskutiert. Teilweise wird auch gern das alte Vorurteil hervorgekramt, dass Feminismus gleichbedeutend sei mit der Unterdrückung des Mannes und der Errichtung eines Matriarchats. Dem ist und war noch nie so. Feminismus meint schlicht die Gleichberechtigung von allen Geschlechtern. Kein Mensch ist besser als der andere. Und in den neuen Filmen zeigt sich das gelegentlich auch: Die Frau kann sich selbst verteidigen, hat eine Mission, nicht ihre Schönheit steht im Vordergrund, sondern ihre Kompetenz als Mensch. Die Protagonistinnen der vorhin genannten Verfilmungen sind nicht gegen Männer per se, ihr Ziel ist oft ein Leben in Freiheit (Snow White), Selbstbestimmung (Rapunzel) und nicht, in gläsernen Schuhen auf den Ball zu gehen.

Aber warum eignen sich gerade Märchen dazu, feministisch neu interpretiert zu werden? Ich denke, in Märchen findet man eine extreme Nicht-Charakterisierung, in dem Sinne, dass die Charaktere flach und austauschbar sind. Die einzigen Merkmale sind meist Schönheit und vielleicht noch Reinheit des Herzens. Oder eben Grausamkeit. Daher lassen sie viel Spielraum für Neuordnung. Die bekanntesten oder beliebtesten Märchen sind die, in denen Mädchen geknechtet werden und das Böse stets eine Frau ist, die nach des Mädchens Leben trachtet.

fb-artikelfoto_dornroeschenNehmen wir „Dornröschen“. Im Original wird eine Zauberin um ihre Partyeinladung betrogen. Verständlicherweise wünscht sie nicht etwa dem Gastgeber die Pest an den Hals, sondern dessen neugeborener Tochter einen grausamen Tod. Diese irrationale Reaktion wirft kein allzu gutes Licht auf die Zauberin als Frau. Auch die anderen Feen wirken nicht besonders tiefgründig im Hinblick auf ihr eigenes Geschlecht. Sie beschenken Baby-Dornröschen mit allem, was die perfekte Ehefrau mitbringen sollte: Tugend, Reichtum und Schönheit. Intelligenz? Überbewertet. Witz? Zu lachen gibt es sowieso nichts. Wenigstens die Fähigkeit zu lesen und zu schreiben? Sie ist so schön, man(n) wird ihr vorlesen. Natürlich greift hier die Märchenlogik, denn keine der Figuren des Originals handelt rational: Die letzte Fee macht aus dem Fluch ein nicht weniger schlimmes Ereignis – ein Koma statt sofortiger Tod; die Eltern verlassen das Mädchen an genau dem Tag, an dem der Fluch wirken soll; keiner sagt dem armen Kind etwas, sodass sie vielleicht nicht offenen Auges ins Verderben gerannt wäre. So ist Dornröschen das arme Geschöpf, das von Geburt an stets vor etwas gerettet werden muss. Zum Schluss von einem tollkühnen Prinzen, der sie aus hundert Jahren Einsamkeit erweckt und mit dem sie nach ihrem Erwachen ohne großes Federlesen verheiratet wird.

Besonders junge Mädchen und Frauen scheinen auf Märchen anzusprechen, vielleicht nicht zuletzt, weil Disney die Stoffe rausgreift und aufwendig, bunt und ansprechend verfilmt. Wenn wir an Aschenputtel oder Schneewittchen denken, hat Disney früher nicht unbedingt zum Feminismus beigetragen, doch es hat sich ein Wandel vollzogen. Weibliche Vorbilder werden von Disney modernisiert und zwar nicht nur die lieblichen Prinzessinnen, sondern auch die bösen Hexen.

Maleficent im gleichnamigen Film hat nun endlich einen Grund, wütend zu sein, und was für einen. Ihr Widersacher war anfänglich ihr Vertrauter, doch bricht er ihr das Herz, begeht Verrat an seiner Kindheitsfreundin und will ihr Zuhause zerstören. Gut, könnte man sagen, das klingt nach typischen Gründen für die Rache einer Frau. Aber ganz ehrlich, noch vor zweihundert Jahren hätte sie dem Mann alles verziehen und ihre Fähigkeiten in seine Dienste gestellt, um mit gebrochenem Herzen wenigstens immer in seiner Nähe sein zu können. Noch im Original war die versagte Partyeinladung der Grund für ihre Kränkung, doch „Maleficent“ erzählt die Vorgeschichte, gibt der Figur nun ein eindeutiges und legitimes Motiv für ihre Rache.

fb-artikelfoto_cagebird

Szene aus „Als die Mädchen zu Wölfen wurden“

Aber auch, wenn die Figur der Maleficent großartig ausgebaut wurde, muss man es doch differenziert betrachten. Die Männer sind hier nicht gleichgestellt: Der König ist ein egozentrischer Feigling, der Prinz ein charakterloser Schönling (was natürlich genau die Umkehrung des Motivs der schönen, nichtssagenden Prinzessin ist) und Diaval ist zwar klug und hilfsbereit aber dennoch primär ein Rabe. Und auch Dornröschen an sich hat sich im Vergleich zu ihrem Original eigentlich kaum verändert. Sie ist immer noch das liebliche und süße Kind, das beschützt werden muss.

Die Verfilmung ist in Hinsicht auf die Darstellung von Feminismus als Gleichberechtigung zwar nicht perfekt, aber schon ein Schritt in die richtige Richtung. Denn dass den Frauenfiguren in Märchen allgemein mehr Tiefe gegeben werden muss, hat man verstanden. Gerade die Neuadaptionen der Märchen bieten eine Art Korrektur für die schmähliche Missdarstellung der Frau in den ursprünglichen Märchentexten. Sie vermitteln heute nicht mehr, wie eine Frau zu sein hat. Denn ich würde sagen, im Grunde ist es egal, wie sie ist. Hauptsache sie macht ihr eigenes Ding, nicht rücksichtslos anderen gegenüber, aber mit Rücksicht auf sich selbst. Und ob sie das in Lederhosen oder goldenen Kleidern tut, spielt gar keine Rolle.

Nino Delia liebt Wortspiele, düstere Geschichten und bissigen Humor und sympathisiert eher mit den Außenseiterfiguren. Von ihr ist im Ylva Verlag das Buch Als die Mädchen zu Wölfen wurden erschienen.

Verlosung: Gewinnt „Popcorn Love“ von KL Hughes

Gepostet von am Aug 11, 2016 in Verlosung | 11 Kommentare

popcorn-love_fbVor kurzem erschien das Buch „Popcorn Love“ von KL Hughes auf deutsch. Nun verlosen wir zum Wochenende drei Bücher davon (zwei e-Books und eine Printausgabe). Außerdem gibt es ein T-Shirt mit dem Buchcover zu gewinnen (nur 1 Exemplar, gerader Schnitt, Größe M).

Um an der Verlosung teilzunehmen, hinterlasst entweder einen Kommentar unter diesem Blogbeitrag, unter unserem Facebookbeitrag hierzu oder schickt uns eine E-Mail an info@ylva-verlag.de. Schreibt bitte dazu, ob ihr gern das T-Shirt, das e-Book oder die Printausgabe gewinnen möchtet. Einsende- und Kommentarschluss für die Verlosung ist Samstag, der 13. August, um 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Wir ziehen anschließend die Gewinner_innen und kontaktieren sie direkt.

Jetzt mitmachen! Wir drücken euch die Daumen.

Ein Tag im Leben einer Verlegerin

Gepostet von am Jun 8, 2016 in Aus dem Verlag | Keine Kommentare

astrid_profilfoto Immer wieder werde ich von Freund_innen, Bekannten und sogar meinen Eltern gefragt, was ich eigentlich den ganzen Tag so mache. Weil, die Bücher werden ja von den Autor_innen geschrieben. Was bleibt da noch an Arbeit für mich?

Also habe ich mich hingesetzt, mir mal einen typischen Dienstag aus dem Kalender gepickt und notiert, wie ein ganz normaler Arbeitstag bei mir aussieht.

Dazu muss ich natürlich noch sagen, dass die Besonderheit bei uns ist, dass wir sowohl deutsche, als auch englischsprachige Titel veröffentlichen und international tätig sind. Unsere Autor_innen sitzen in Deutschland, Australien, Kanada, den USA, den Niederlanden, in England, Schottland, Nordirland, in Griechenland und in Spanien. Zu meiner großen Freude habe ich übrigens gerade das Manuskript zweier indischer Autorinnen auf dem Schreibtisch liegen.

6:00 Uhr: Von Frühling bis Herbst ist das die typische Uhrzeit, zu der ich aufwache. Mein erster Griff gilt dem Tablet, das auf dem Nachttisch liegt. Das Checken von Outlook, Facebook, Twitter und Tumblr gehört zur ersten Tat, um zu wissen, was auf mich zukommt und ob über Nacht etwas wichtiges passiert ist. Und das ist meistens so, da wir ja den Großteil unserer Bücher im englischsprachigen Raum veröffentlichen und meine Inbox meistens mit zwischen 50 – 100 Mails pro Nacht gefüllt wird. Leider muss ich die meisten davon dann auch beantworten. Und dauernd irgendwelche Entscheidungen treffen. Der Fluch des papierlosen Büros…

6:30 Uhr: Ab unter die Dusche. Dabei denke ich über die erhaltenen Mails oder das, was ich in der Social Media gelesen habe, nach.

7:00 Uhr: Ein oder zwei Tassen Kaffee, ein Teller mit Weetabix (meine bevorzugten Cereals) oder eine Scheibe Brot, ein paar Seiten Zeitung, um auf dem Laufenden zu bleiben. Das ist mir wichtig, weil es ja durchaus noch ein Leben und eine Welt außerhalb des Verlages gibt.

 7:45 Uhr: Ich versuche mich dazu zu zwingen, mindestens eine halbe Stunde spazieren zu gehen. Das klappt leider nicht immer – wenn, dann bin ich allerdings hinterher immer froh, dass ich es gemacht habe. Es hilft, den Kopf noch einmal richtig frei zu bekommen, bevor es an den Schreibtisch geht. Manchmal höre ich unterwegs auch ein Hörbuch, weil ich sonst gar nicht mehr dazu komme, gute Bücher anderer Verlage zu lesen/hören.

8:30 Uhr: Zurück im Büro. Als erstes checke ich die E-Book Verkäufe des Vortages. Erfreulicherweise ist es relativ einfach, nachzuvollziehen, wie viel Geld wir wann von welchen Plattformen bekommen werden. Und so kann ich gut mein eigenes Controlling betreiben. Schließlich müssen wir als Verlag für alle Bücher, die wir veröffentlichen in Vorlage treten; da muss ich wissen, ob und dass wir auch genug Geld haben, um die Rechnungen der Lektorinnen, Cover Designer, Druckerei (und viele mehr) zu bezahlen. Danach fange ich an, Mails zu priorisieren und zu beantworten.

10:00 Uhr: Irgendwann zwischendurch ist meine Frau ins Büro gekommen und gegen 10:00 Uhr kommt auch Steffi, unsere Social Media Expertin. Nicht täglich, aber sehr oft setzen wir uns dann zusammen und besprechen die Projekte, die wir auf unseren Schreibtischen haben. Das können die nächsten Veröffentlichungen und Konferenzen, auf denen wir sein werden sein oder laufende und anstehende Social Media Kampagnen.

10:30 Uhr: Die Zeit bis zum Mittagessen nutze ich weiter für Mails oder auch um in der Social Media aktiv zu sein. Letzere ist für uns ein echter Segen, weil dies Plattformen es uns ermöglichen, mit unseren Leser_innen weltweit in Verbindung zu sein. Diese sitzen in Deutschland von der hohen Nordsee/Ostseeküste bis ins tiefste Bayern und weltweit von den USA/Canada über Saudi Arabien und den Philippinen bis nach Russland und/oder Australien. Und anscheinend auch Indien, wie das neueste Manuskript zeigt. Zu sehen, dass unsere E-Books in Ländern gekauft werden, in denen LGBTQ+ Rechte mit Füßen getreten werden, macht mich wirklich sehr glücklich. Aber auch traurig und wütend. Ein Happy End können viele unserer Leser_innen wirklich nur in Büchern finden.
dreamstime_s_12085194

13:00 Uhr: Mittagessen. Dreimal die Woche mit Steffi und einmal die Woche sogar zu viert, wenn Devin, unsere deutsche Cheflektorin ebenfalls im Büro ist. Beim Kochen wechseln wir uns oft ab und die gemeinsame Zeit beim Mittagessen geht immer sehr schnell rum, weil es uns an Gesprächsthemen nie mangelt. Zum Beispiel gucken wir alle sehr gern Serien. Allein darüber könnten wir uns tage- und wochenlang unterhalten.

14:00 Uhr: Müde wieder am Schreibtisch. Jetzt kommt die Zeit, in der entweder Skype Calls anstehen (täglich mindestens einen mit Autor_innen oder Mitarbeiter_innen, die vor allem in den USA oder Australien wohnen).

16:00 Uhr: Kleine Kaffeepause. Manchmal alleine, manchmal mit einer weiteren kaffee- oder teesüchtigen Person.

16:15 Uhr: Leider bin ich nicht besonders diszipliniert, wenn es darum geht, nicht dauernd in die Inbox zu schauen. Vor allem, weil große Teile der Welt jetzt erst wach und am Arbeitsplatz sind. Gerne mache ich jetzt auch genau aus dem Grund noch einmal eine Social Media Runde… es gibt neue Bücher anzukündigen, Nachrichten über Autor_innen weiterzugeben, usw.

17:00 Uhr: Da wir versuchen (was meistens nicht klappt) gegen 19:00 Uhr Feierabend zu machen, geht jetzt das fieberhafte Überlegen los – was muss heute noch erledigt werden und was kann bis morgen warten? Auf der großen Liste stehen: Verträge an Autor_innen, Rechnungen bezahlen, Bücher hochladen auf die E-Book Plattformen, Taschenbücher versenden an Autor_innen und/oder Buchhandlungen (dazu gehört auch, dass ich die Pakete selber packe und zur Post bringe), und vieles mehr.

18:00 Uhr: Schnell noch ein Abendessen. Danach wieder an meinen Computer zurück.

19:00 Uhr: Jeden Dienstag treffen wir uns als Team für ca. eine Stunde auf Skype. Auch hier sind wir eine internationale Gruppe: drei von uns sitzen in Kriftel, eine weitere hinter Mainz, eine in Freiburg, eine in der Nähe von Vancouver/USA und eine auf Lesbos/Griechenland. Wir gehen die Veröffentlichungen der nächsten Wochen durch (sind alle im Zeitplan, müssen wir etwas verschieben?) und jede erzählt, was sie auf dem Schreibtisch liegen hat oder wo es Probleme gibt, die wir dann versuchen, gemeinsam zu lösen.

20:00 Uhr: Ich würde so gerne schreiben, dass ich noch eine Stunde ins Sportstudio gehe… tue ich aber nicht. Meistens sitze ich im Wohnzimmer und lese irgendetwas; das kann entweder eine Manuskripteinreichung oder ein interessanter Artikel sein. Gerade weil wir international tätig sind und uns auf E-Books spezialisiert haben, gibt es eine Menge Fachartikel zu lesen, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Wenn die Zeit reicht, lese ich noch englischsprachige Manuskripteinreichungen.

22:00 Uhr: Ab ins Bett. Manchmal schauen wir noch eine Folge einer Serie auf Netflix. So haben wir uns z.B. in den letzten Monaten durch so einige Staffeln von Doctor Who geguckt. Danach schaue ich noch einmal auf Facebook und Twitter vorbei.

23:00 Uhr: Schlafen. Hoffentlich. An manchen Tagen passieren so anstrengende oder auch unschöne Dinge, dass ich noch eine Weile wach liege und darüber nachgrüble. Zum Beispiel, wenn unser Internetanbieter technisch nicht in der Lage ist, unseren Tarif zu ändern und sich dies alles über Monate hinzieht. Oder wenn der Umzug unserer Website auf einen neuen Server doch nicht so reibungslos funktionierte wie wir gehofft hatten. Oft passieren aber auch schöne Dinge, die mich abends glücklich einschlafen lassen. Zum Beispiel, wenn ich von einer indischen Autorin angefragt werde, ob wir auch Interesse an Manuskripten haben, die in Indien spielen (ganz großes JA von uns). Oder, wenn eines unserer Bücher wieder einen Award gewonnen hat.

Also, wenn ich mir meinen Arbeitstag so anschaue… da bleibt doch noch eine Menge Arbeit übrig, selbst wenn die Autor_innen das Buch ja schon selber geschrieben haben.

Queere Literatur am Welttag des Buches

Gepostet von am Apr 23, 2016 in Gedenktage | 11 Kommentare

verlosung_dt_fb

Es ist wieder so weit: Der 23. April ist da – und mit ihm der Welttag des Buches! Auf der ganzen Welt haben Freunde des gedruckten und gebildschirmten Wortes Büchergefühle und ein flatterndes Alphabet im Bauch.

Wir bei Ylva haben nicht nur Bücher-, sondern auch Verlagsgefühle: 4 Jahre Ylva. Ein stolzes Jubiläum! Wir danken an dieser Stelle allen treugebliebenen und neugewonnenen Ylva-Leserinnen für ihre Unterstützung – ohne euch wären all die Geschichten um unsere queeren Heldinnen nicht möglich gewesen. Wir versprechen euch auch für die Zukunft eine Fülle an lesbischen Romanen – spannende, gefühlvolle, mitreißende. Es lohnt sich, dabei zu bleiben!

(Und psst: die Anführerin unseres Rudels hat Geburtstagsgefühle!)

Es gibt also mehr als genug zu teilen, und wir teilen es mit euch in der Form, die wir alle am meisten lieben: mit einer Bücherverlosung! Diese autorensignierten Taschenbücher könnten bald in eurem Bücherregal stehen:

Um an der Verlosung teilzunehmen, genügt es, diesen Eintrag zu kommentieren und uns auf Facebook zu folgen – oder aber eine Mail an uns zu schreiben und uns auf Facebook zu folgen (info@ylva-verlag.de). Folgt ihr uns schon auf Facebook, könnt ihr natürlich trotzdem oder gerade deswegen auch teilnehmen.

Gebt in eurem Kommentar oder eurer Mail  euren Wunschgewinn an; wir werden ihn, wenn möglich, berücksichtigen. Mitmachen kann Jede, die Zeit und Interesse und einen Internetanschluss hat. Die Aktion startet –jetzt!– und Teilnahmeschluss ist morgen, Sonntag, um 23.59 Uhr. Wir ziehen dann die Gewinner und kontaktieren sie direkt per Mail. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Übrigens verlosen wir auch je ein Exemplar unserer englischsprachigen Bücher. Wer auch ab und zu mal ein englisches Buch liest, darf gerne an der Verlosung teilnehmen. Hier der Link zum englischen Blog.

Viel Glück wünscht

Das Ylva-Team

Ylvas Termine 2016: Frankfurter Buchmesse, Lesvos Lesfic und viel England

Gepostet von am Mrz 17, 2016 in Veranstaltung/Ylva unterwegs | Keine Kommentare

Kaum hat das Jahr begonnen, ist das erste Quartal schon fast vorbei! Höchste Zeit, die Termine für das restliche Jahr festzuzurren. Wir werden auch 2016 wieder Messen besuchen, Book Launches veranstalten und auf vielen weiteren Veranstaltungen ganz persönlich unsere Romane mit lesbischen, bisexuellen und anderen starken Frauenfiguren unter die Menschen bringen. Wo könnt ihr uns dieses Jahr treffen? An so einigen Orten:

Astrid Ohletz und Daniela Hüge werden im Mai in Norfolk einen Book Launch mit anschließender Party mitvorbereiten und daran natürlich auch persönlich teilnehmen. Es soll sogar ein lokaler Radiosender dabei sein und hoffentlich ganz viele englische Ylva-Autorinnen und noch viel mehr Krimileser/innen. Diese müssen dafür noch weniger als sonst zwingend etwas mit Lesbenromanen am Hut haben. Das Buch der Autorin Andrea Bramhall, das bei der Feier vorgestellt wird, ist ein richtig guter, englischer Krimi. Es spielt in Norfolk, und genau dort findet auch der Book Launch statt. Im September werden Astrid und Daniela außerdem zum UK LGBT Meet reisen, bei dem ca. 130 Autor/innen und Leser/innen aus ganz Europa zusammenkommen. Astrid und Daniela freuen sich sehr darauf, bei der Gelegenheit Southampton kennenlernen zu können. Die „Paperworld“ – eine internationale Fachmesse für Papier, Bürobedarf und Schreibwaren in Frankfurt am Main – hat Daniela bereits dieses Jahr im Februar besucht. Vermutlich war mindestens im gesamten Rhein-Main-Gebiet ihr Siegesruf zu hören: Gooooodies!!!

banner-fotoUnsere Autorin Nino Delia wird am 23./24. April bei Queer gelesen in Wiesbaden dabei sein und aus ihrem neuen Buch „Als die Mädchen zu Wölfen wurden“ vorlesen. Steffi Achilles, unsere Crossmedia Expertin, wird im Juni auf Lesbos sein, um dort die Veranstaltung „Lesvos Lesfic“ zu begleiten, die dieses Jahr zum ersten mal stattfinden wird: ein Festival mit Lesbenbüchern und ihren Autor/innen auf der griechischen Insel Lesbos (Lesvos). Die Anmeldungen laufen übrigens noch. Wer also mit dabei sein mag, bitte hier entlang: www.lesvoslesfic.com. Außerdem wird Steffi im Mai über Pfingsten das LFT (Lesbenfrühlingstreffen) in Bremen besuchen und dort den Ylva-Büchertisch betreuen. Unsere Cheflektorin Devin Sumarno hat noch nicht entschieden, wohin sie 2016 beruflich reisen wird, aber ganz klar steht für Oktober die Buchmesse in Frankfurt am Main in ihrem Kalender. Dort werden wir natürlich alle wieder drei Tage lang begeistert herumlaufen, Kontakte knüpfen und neue Menschen und Bücher kennenlernen. Einen Stand haben wir nicht, aber unser Terminkalender ist dort inzwischen auch so voll. Wir freuen uns schon, Veit aus der Buchhandlung Löwenherz aus Wien wieder zu treffen oder auch Jim Baker vom Querverlag aus Berlin. Auch Susan Hawthorne von Spinifex Press aus Australien steht auf unserer Besucherinnenliste.

Seid mit dabei! Wir freuen uns, euch bei diesen Veranstaltungen zu treffen.

Verlosung: Gewinnt „Neustart Berlin“ von Franziska Kirchhoff

Gepostet von am Mrz 11, 2016 in Verlosung | 28 Kommentare

Neustart-Berlin_VerlosungVor kurzem erschien das Buch „Neustart Berlin“ von Franziska Kirchhoff. Nun verlosen wir zum Wochenende drei Bücher (zwei e-Books und eine Printausgabe). Außerdem gibt es eine Tasse mit dem Buchcover zu gewinnen.

Um an der Verlosung teilzunehmen, hinterlasst entweder einen Kommentar unter diesem Blogbeitrag oder schickt uns eine Mail an info@ylva-verlag.de. Schreibt bitte dazu, ob ihr gern die Tasse, das e-Book oder die Printausgabe gewinnen möchtet. Einsende- und Kommentarschluss für die Verlosung ist Samstag, der 12. März, um 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Wir ziehen am Montag die Gewinner/innen und kontaktieren sie direkt.

Jetzt mitmachen! Wir drücken euch die Daumen.