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Märchen 2.0 – Jungfrauen außer Nöten

Gepostet von am Okt 31, 2016 in Fantasy | Keine Kommentare

fb-artikelfoto_ninoAm Ende läuft es doch immer darauf hinaus, dass die Prinzessin im Turm sitzt und darauf wartet, gerettet zu werden. Wahlweise von einem Prinzen auf dem edlen Ross, einem Jäger mit gewetzten Messern oder dem Königssohn mit seinem seltsamen Schuhfetisch. Grundsätzlich hatte die Frau im Märchen nicht viel anderes zu tun, als hübsch auszusehen, sich angemessen zu fürchten und sich am Ende ohne Protest, sondern mit verliebtem Blick ins Schloss ihres Retters tragen zu lassen. So sah es zumindest in den altbekannten Märchen der Gebrüder Grimm aus. Doch besonders in den letzten Jahren gab es einen regelrechten Boom von Märchenadaptionen und Neuerzählungen. Die meisten von ihnen sogar mit neuer Tiefe in Handlung und Charakterbau. Bei einigen könnte man sogar sagen, endlich mit Charakter.

Neu an Verfilmungen wie „Snow White and the Huntsman“, „Rapunzel – Neu verföhnt“ oder „Maleficent“ ist der ankommende Feminismus im Mainstream. Heute wird dieser Begriff wieder hitzig diskutiert. Teilweise wird auch gern das alte Vorurteil hervorgekramt, dass Feminismus gleichbedeutend sei mit der Unterdrückung des Mannes und der Errichtung eines Matriarchats. Dem ist und war noch nie so. Feminismus meint schlicht die Gleichberechtigung von allen Geschlechtern. Kein Mensch ist besser als der andere. Und in den neuen Filmen zeigt sich das gelegentlich auch: Die Frau kann sich selbst verteidigen, hat eine Mission, nicht ihre Schönheit steht im Vordergrund, sondern ihre Kompetenz als Mensch. Die Protagonistinnen der vorhin genannten Verfilmungen sind nicht gegen Männer per se, ihr Ziel ist oft ein Leben in Freiheit (Snow White), Selbstbestimmung (Rapunzel) und nicht, in gläsernen Schuhen auf den Ball zu gehen.

Aber warum eignen sich gerade Märchen dazu, feministisch neu interpretiert zu werden? Ich denke, in Märchen findet man eine extreme Nicht-Charakterisierung, in dem Sinne, dass die Charaktere flach und austauschbar sind. Die einzigen Merkmale sind meist Schönheit und vielleicht noch Reinheit des Herzens. Oder eben Grausamkeit. Daher lassen sie viel Spielraum für Neuordnung. Die bekanntesten oder beliebtesten Märchen sind die, in denen Mädchen geknechtet werden und das Böse stets eine Frau ist, die nach des Mädchens Leben trachtet.

fb-artikelfoto_dornroeschenNehmen wir „Dornröschen“. Im Original wird eine Zauberin um ihre Partyeinladung betrogen. Verständlicherweise wünscht sie nicht etwa dem Gastgeber die Pest an den Hals, sondern dessen neugeborener Tochter einen grausamen Tod. Diese irrationale Reaktion wirft kein allzu gutes Licht auf die Zauberin als Frau. Auch die anderen Feen wirken nicht besonders tiefgründig im Hinblick auf ihr eigenes Geschlecht. Sie beschenken Baby-Dornröschen mit allem, was die perfekte Ehefrau mitbringen sollte: Tugend, Reichtum und Schönheit. Intelligenz? Überbewertet. Witz? Zu lachen gibt es sowieso nichts. Wenigstens die Fähigkeit zu lesen und zu schreiben? Sie ist so schön, man(n) wird ihr vorlesen. Natürlich greift hier die Märchenlogik, denn keine der Figuren des Originals handelt rational: Die letzte Fee macht aus dem Fluch ein nicht weniger schlimmes Ereignis – ein Koma statt sofortiger Tod; die Eltern verlassen das Mädchen an genau dem Tag, an dem der Fluch wirken soll; keiner sagt dem armen Kind etwas, sodass sie vielleicht nicht offenen Auges ins Verderben gerannt wäre. So ist Dornröschen das arme Geschöpf, das von Geburt an stets vor etwas gerettet werden muss. Zum Schluss von einem tollkühnen Prinzen, der sie aus hundert Jahren Einsamkeit erweckt und mit dem sie nach ihrem Erwachen ohne großes Federlesen verheiratet wird.

Besonders junge Mädchen und Frauen scheinen auf Märchen anzusprechen, vielleicht nicht zuletzt, weil Disney die Stoffe rausgreift und aufwendig, bunt und ansprechend verfilmt. Wenn wir an Aschenputtel oder Schneewittchen denken, hat Disney früher nicht unbedingt zum Feminismus beigetragen, doch es hat sich ein Wandel vollzogen. Weibliche Vorbilder werden von Disney modernisiert und zwar nicht nur die lieblichen Prinzessinnen, sondern auch die bösen Hexen.

Maleficent im gleichnamigen Film hat nun endlich einen Grund, wütend zu sein, und was für einen. Ihr Widersacher war anfänglich ihr Vertrauter, doch bricht er ihr das Herz, begeht Verrat an seiner Kindheitsfreundin und will ihr Zuhause zerstören. Gut, könnte man sagen, das klingt nach typischen Gründen für die Rache einer Frau. Aber ganz ehrlich, noch vor zweihundert Jahren hätte sie dem Mann alles verziehen und ihre Fähigkeiten in seine Dienste gestellt, um mit gebrochenem Herzen wenigstens immer in seiner Nähe sein zu können. Noch im Original war die versagte Partyeinladung der Grund für ihre Kränkung, doch „Maleficent“ erzählt die Vorgeschichte, gibt der Figur nun ein eindeutiges und legitimes Motiv für ihre Rache.

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Szene aus „Als die Mädchen zu Wölfen wurden“

Aber auch, wenn die Figur der Maleficent großartig ausgebaut wurde, muss man es doch differenziert betrachten. Die Männer sind hier nicht gleichgestellt: Der König ist ein egozentrischer Feigling, der Prinz ein charakterloser Schönling (was natürlich genau die Umkehrung des Motivs der schönen, nichtssagenden Prinzessin ist) und Diaval ist zwar klug und hilfsbereit aber dennoch primär ein Rabe. Und auch Dornröschen an sich hat sich im Vergleich zu ihrem Original eigentlich kaum verändert. Sie ist immer noch das liebliche und süße Kind, das beschützt werden muss.

Die Verfilmung ist in Hinsicht auf die Darstellung von Feminismus als Gleichberechtigung zwar nicht perfekt, aber schon ein Schritt in die richtige Richtung. Denn dass den Frauenfiguren in Märchen allgemein mehr Tiefe gegeben werden muss, hat man verstanden. Gerade die Neuadaptionen der Märchen bieten eine Art Korrektur für die schmähliche Missdarstellung der Frau in den ursprünglichen Märchentexten. Sie vermitteln heute nicht mehr, wie eine Frau zu sein hat. Denn ich würde sagen, im Grunde ist es egal, wie sie ist. Hauptsache sie macht ihr eigenes Ding, nicht rücksichtslos anderen gegenüber, aber mit Rücksicht auf sich selbst. Und ob sie das in Lederhosen oder goldenen Kleidern tut, spielt gar keine Rolle.

Nino Delia liebt Wortspiele, düstere Geschichten und bissigen Humor und sympathisiert eher mit den Außenseiterfiguren. Von ihr ist im Ylva Verlag das Buch Als die Mädchen zu Wölfen wurden erschienen.

Verlosung: Gewinnt „Popcorn Love“ von KL Hughes

Gepostet von am Aug 11, 2016 in Verlosung | 11 Kommentare

popcorn-love_fbVor kurzem erschien das Buch „Popcorn Love“ von KL Hughes auf deutsch. Nun verlosen wir zum Wochenende drei Bücher davon (zwei e-Books und eine Printausgabe). Außerdem gibt es ein T-Shirt mit dem Buchcover zu gewinnen (nur 1 Exemplar, gerader Schnitt, Größe M).

Um an der Verlosung teilzunehmen, hinterlasst entweder einen Kommentar unter diesem Blogbeitrag, unter unserem Facebookbeitrag hierzu oder schickt uns eine E-Mail an info@ylva-verlag.de. Schreibt bitte dazu, ob ihr gern das T-Shirt, das e-Book oder die Printausgabe gewinnen möchtet. Einsende- und Kommentarschluss für die Verlosung ist Samstag, der 13. August, um 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Wir ziehen anschließend die Gewinner_innen und kontaktieren sie direkt.

Jetzt mitmachen! Wir drücken euch die Daumen.

Ein Tag im Leben einer Verlegerin

Gepostet von am Jun 8, 2016 in Aus dem Verlag | Keine Kommentare

astrid_profilfoto Immer wieder werde ich von Freund_innen, Bekannten und sogar meinen Eltern gefragt, was ich eigentlich den ganzen Tag so mache. Weil, die Bücher werden ja von den Autor_innen geschrieben. Was bleibt da noch an Arbeit für mich?

Also habe ich mich hingesetzt, mir mal einen typischen Dienstag aus dem Kalender gepickt und notiert, wie ein ganz normaler Arbeitstag bei mir aussieht.

Dazu muss ich natürlich noch sagen, dass die Besonderheit bei uns ist, dass wir sowohl deutsche, als auch englischsprachige Titel veröffentlichen und international tätig sind. Unsere Autor_innen sitzen in Deutschland, Australien, Kanada, den USA, den Niederlanden, in England, Schottland, Nordirland, in Griechenland und in Spanien. Zu meiner großen Freude habe ich übrigens gerade das Manuskript zweier indischer Autorinnen auf dem Schreibtisch liegen.

6:00 Uhr: Von Frühling bis Herbst ist das die typische Uhrzeit, zu der ich aufwache. Mein erster Griff gilt dem Tablet, das auf dem Nachttisch liegt. Das Checken von Outlook, Facebook, Twitter und Tumblr gehört zur ersten Tat, um zu wissen, was auf mich zukommt und ob über Nacht etwas wichtiges passiert ist. Und das ist meistens so, da wir ja den Großteil unserer Bücher im englischsprachigen Raum veröffentlichen und meine Inbox meistens mit zwischen 50 – 100 Mails pro Nacht gefüllt wird. Leider muss ich die meisten davon dann auch beantworten. Und dauernd irgendwelche Entscheidungen treffen. Der Fluch des papierlosen Büros…

6:30 Uhr: Ab unter die Dusche. Dabei denke ich über die erhaltenen Mails oder das, was ich in der Social Media gelesen habe, nach.

7:00 Uhr: Ein oder zwei Tassen Kaffee, ein Teller mit Weetabix (meine bevorzugten Cereals) oder eine Scheibe Brot, ein paar Seiten Zeitung, um auf dem Laufenden zu bleiben. Das ist mir wichtig, weil es ja durchaus noch ein Leben und eine Welt außerhalb des Verlages gibt.

 7:45 Uhr: Ich versuche mich dazu zu zwingen, mindestens eine halbe Stunde spazieren zu gehen. Das klappt leider nicht immer – wenn, dann bin ich allerdings hinterher immer froh, dass ich es gemacht habe. Es hilft, den Kopf noch einmal richtig frei zu bekommen, bevor es an den Schreibtisch geht. Manchmal höre ich unterwegs auch ein Hörbuch, weil ich sonst gar nicht mehr dazu komme, gute Bücher anderer Verlage zu lesen/hören.

8:30 Uhr: Zurück im Büro. Als erstes checke ich die E-Book Verkäufe des Vortages. Erfreulicherweise ist es relativ einfach, nachzuvollziehen, wie viel Geld wir wann von welchen Plattformen bekommen werden. Und so kann ich gut mein eigenes Controlling betreiben. Schließlich müssen wir als Verlag für alle Bücher, die wir veröffentlichen in Vorlage treten; da muss ich wissen, ob und dass wir auch genug Geld haben, um die Rechnungen der Lektorinnen, Cover Designer, Druckerei (und viele mehr) zu bezahlen. Danach fange ich an, Mails zu priorisieren und zu beantworten.

10:00 Uhr: Irgendwann zwischendurch ist meine Frau ins Büro gekommen und gegen 10:00 Uhr kommt auch Steffi, unsere Social Media Expertin. Nicht täglich, aber sehr oft setzen wir uns dann zusammen und besprechen die Projekte, die wir auf unseren Schreibtischen haben. Das können die nächsten Veröffentlichungen und Konferenzen, auf denen wir sein werden sein oder laufende und anstehende Social Media Kampagnen.

10:30 Uhr: Die Zeit bis zum Mittagessen nutze ich weiter für Mails oder auch um in der Social Media aktiv zu sein. Letzere ist für uns ein echter Segen, weil dies Plattformen es uns ermöglichen, mit unseren Leser_innen weltweit in Verbindung zu sein. Diese sitzen in Deutschland von der hohen Nordsee/Ostseeküste bis ins tiefste Bayern und weltweit von den USA/Canada über Saudi Arabien und den Philippinen bis nach Russland und/oder Australien. Und anscheinend auch Indien, wie das neueste Manuskript zeigt. Zu sehen, dass unsere E-Books in Ländern gekauft werden, in denen LGBTQ+ Rechte mit Füßen getreten werden, macht mich wirklich sehr glücklich. Aber auch traurig und wütend. Ein Happy End können viele unserer Leser_innen wirklich nur in Büchern finden.
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13:00 Uhr: Mittagessen. Dreimal die Woche mit Steffi und einmal die Woche sogar zu viert, wenn Devin, unsere deutsche Cheflektorin ebenfalls im Büro ist. Beim Kochen wechseln wir uns oft ab und die gemeinsame Zeit beim Mittagessen geht immer sehr schnell rum, weil es uns an Gesprächsthemen nie mangelt. Zum Beispiel gucken wir alle sehr gern Serien. Allein darüber könnten wir uns tage- und wochenlang unterhalten.

14:00 Uhr: Müde wieder am Schreibtisch. Jetzt kommt die Zeit, in der entweder Skype Calls anstehen (täglich mindestens einen mit Autor_innen oder Mitarbeiter_innen, die vor allem in den USA oder Australien wohnen).

16:00 Uhr: Kleine Kaffeepause. Manchmal alleine, manchmal mit einer weiteren kaffee- oder teesüchtigen Person.

16:15 Uhr: Leider bin ich nicht besonders diszipliniert, wenn es darum geht, nicht dauernd in die Inbox zu schauen. Vor allem, weil große Teile der Welt jetzt erst wach und am Arbeitsplatz sind. Gerne mache ich jetzt auch genau aus dem Grund noch einmal eine Social Media Runde… es gibt neue Bücher anzukündigen, Nachrichten über Autor_innen weiterzugeben, usw.

17:00 Uhr: Da wir versuchen (was meistens nicht klappt) gegen 19:00 Uhr Feierabend zu machen, geht jetzt das fieberhafte Überlegen los – was muss heute noch erledigt werden und was kann bis morgen warten? Auf der großen Liste stehen: Verträge an Autor_innen, Rechnungen bezahlen, Bücher hochladen auf die E-Book Plattformen, Taschenbücher versenden an Autor_innen und/oder Buchhandlungen (dazu gehört auch, dass ich die Pakete selber packe und zur Post bringe), und vieles mehr.

18:00 Uhr: Schnell noch ein Abendessen. Danach wieder an meinen Computer zurück.

19:00 Uhr: Jeden Dienstag treffen wir uns als Team für ca. eine Stunde auf Skype. Auch hier sind wir eine internationale Gruppe: drei von uns sitzen in Kriftel, eine weitere hinter Mainz, eine in Freiburg, eine in der Nähe von Vancouver/USA und eine auf Lesbos/Griechenland. Wir gehen die Veröffentlichungen der nächsten Wochen durch (sind alle im Zeitplan, müssen wir etwas verschieben?) und jede erzählt, was sie auf dem Schreibtisch liegen hat oder wo es Probleme gibt, die wir dann versuchen, gemeinsam zu lösen.

20:00 Uhr: Ich würde so gerne schreiben, dass ich noch eine Stunde ins Sportstudio gehe… tue ich aber nicht. Meistens sitze ich im Wohnzimmer und lese irgendetwas; das kann entweder eine Manuskripteinreichung oder ein interessanter Artikel sein. Gerade weil wir international tätig sind und uns auf E-Books spezialisiert haben, gibt es eine Menge Fachartikel zu lesen, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Wenn die Zeit reicht, lese ich noch englischsprachige Manuskripteinreichungen.

22:00 Uhr: Ab ins Bett. Manchmal schauen wir noch eine Folge einer Serie auf Netflix. So haben wir uns z.B. in den letzten Monaten durch so einige Staffeln von Doctor Who geguckt. Danach schaue ich noch einmal auf Facebook und Twitter vorbei.

23:00 Uhr: Schlafen. Hoffentlich. An manchen Tagen passieren so anstrengende oder auch unschöne Dinge, dass ich noch eine Weile wach liege und darüber nachgrüble. Zum Beispiel, wenn unser Internetanbieter technisch nicht in der Lage ist, unseren Tarif zu ändern und sich dies alles über Monate hinzieht. Oder wenn der Umzug unserer Website auf einen neuen Server doch nicht so reibungslos funktionierte wie wir gehofft hatten. Oft passieren aber auch schöne Dinge, die mich abends glücklich einschlafen lassen. Zum Beispiel, wenn ich von einer indischen Autorin angefragt werde, ob wir auch Interesse an Manuskripten haben, die in Indien spielen (ganz großes JA von uns). Oder, wenn eines unserer Bücher wieder einen Award gewonnen hat.

Also, wenn ich mir meinen Arbeitstag so anschaue… da bleibt doch noch eine Menge Arbeit übrig, selbst wenn die Autor_innen das Buch ja schon selber geschrieben haben.

Queere Literatur am Welttag des Buches

Gepostet von am Apr 23, 2016 in Gedenktage | 11 Kommentare

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Es ist wieder so weit: Der 23. April ist da – und mit ihm der Welttag des Buches! Auf der ganzen Welt haben Freunde des gedruckten und gebildschirmten Wortes Büchergefühle und ein flatterndes Alphabet im Bauch.

Wir bei Ylva haben nicht nur Bücher-, sondern auch Verlagsgefühle: 4 Jahre Ylva. Ein stolzes Jubiläum! Wir danken an dieser Stelle allen treugebliebenen und neugewonnenen Ylva-Leserinnen für ihre Unterstützung – ohne euch wären all die Geschichten um unsere queeren Heldinnen nicht möglich gewesen. Wir versprechen euch auch für die Zukunft eine Fülle an lesbischen Romanen – spannende, gefühlvolle, mitreißende. Es lohnt sich, dabei zu bleiben!

(Und psst: die Anführerin unseres Rudels hat Geburtstagsgefühle!)

Es gibt also mehr als genug zu teilen, und wir teilen es mit euch in der Form, die wir alle am meisten lieben: mit einer Bücherverlosung! Diese autorensignierten Taschenbücher könnten bald in eurem Bücherregal stehen:

Um an der Verlosung teilzunehmen, genügt es, diesen Eintrag zu kommentieren und uns auf Facebook zu folgen – oder aber eine Mail an uns zu schreiben und uns auf Facebook zu folgen (info@ylva-verlag.de). Folgt ihr uns schon auf Facebook, könnt ihr natürlich trotzdem oder gerade deswegen auch teilnehmen.

Gebt in eurem Kommentar oder eurer Mail  euren Wunschgewinn an; wir werden ihn, wenn möglich, berücksichtigen. Mitmachen kann Jede, die Zeit und Interesse und einen Internetanschluss hat. Die Aktion startet –jetzt!– und Teilnahmeschluss ist morgen, Sonntag, um 23.59 Uhr. Wir ziehen dann die Gewinner und kontaktieren sie direkt per Mail. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Übrigens verlosen wir auch je ein Exemplar unserer englischsprachigen Bücher. Wer auch ab und zu mal ein englisches Buch liest, darf gerne an der Verlosung teilnehmen. Hier der Link zum englischen Blog.

Viel Glück wünscht

Das Ylva-Team

Ylvas Termine 2016: Frankfurter Buchmesse, Lesvos Lesfic und viel England

Gepostet von am Mrz 17, 2016 in Veranstaltung/Ylva unterwegs | Keine Kommentare

Kaum hat das Jahr begonnen, ist das erste Quartal schon fast vorbei! Höchste Zeit, die Termine für das restliche Jahr festzuzurren. Wir werden auch 2016 wieder Messen besuchen, Book Launches veranstalten und auf vielen weiteren Veranstaltungen ganz persönlich unsere Romane mit lesbischen, bisexuellen und anderen starken Frauenfiguren unter die Menschen bringen. Wo könnt ihr uns dieses Jahr treffen? An so einigen Orten:

Astrid Ohletz und Daniela Hüge werden im Mai in Norfolk einen Book Launch mit anschließender Party mitvorbereiten und daran natürlich auch persönlich teilnehmen. Es soll sogar ein lokaler Radiosender dabei sein und hoffentlich ganz viele englische Ylva-Autorinnen und noch viel mehr Krimileser/innen. Diese müssen dafür noch weniger als sonst zwingend etwas mit Lesbenromanen am Hut haben. Das Buch der Autorin Andrea Bramhall, das bei der Feier vorgestellt wird, ist ein richtig guter, englischer Krimi. Es spielt in Norfolk, und genau dort findet auch der Book Launch statt. Im September werden Astrid und Daniela außerdem zum UK LGBT Meet reisen, bei dem ca. 130 Autor/innen und Leser/innen aus ganz Europa zusammenkommen. Astrid und Daniela freuen sich sehr darauf, bei der Gelegenheit Southampton kennenlernen zu können. Die „Paperworld“ – eine internationale Fachmesse für Papier, Bürobedarf und Schreibwaren in Frankfurt am Main – hat Daniela bereits dieses Jahr im Februar besucht. Vermutlich war mindestens im gesamten Rhein-Main-Gebiet ihr Siegesruf zu hören: Gooooodies!!!

banner-fotoUnsere Autorin Nino Delia wird am 23./24. April bei Queer gelesen in Wiesbaden dabei sein und aus ihrem neuen Buch „Als die Mädchen zu Wölfen wurden“ vorlesen. Steffi Achilles, unsere Crossmedia Expertin, wird im Juni auf Lesbos sein, um dort die Veranstaltung „Lesvos Lesfic“ zu begleiten, die dieses Jahr zum ersten mal stattfinden wird: ein Festival mit Lesbenbüchern und ihren Autor/innen auf der griechischen Insel Lesbos (Lesvos). Die Anmeldungen laufen übrigens noch. Wer also mit dabei sein mag, bitte hier entlang: www.lesvoslesfic.com. Außerdem wird Steffi im Mai über Pfingsten das LFT (Lesbenfrühlingstreffen) in Bremen besuchen und dort den Ylva-Büchertisch betreuen. Unsere Cheflektorin Devin Sumarno hat noch nicht entschieden, wohin sie 2016 beruflich reisen wird, aber ganz klar steht für Oktober die Buchmesse in Frankfurt am Main in ihrem Kalender. Dort werden wir natürlich alle wieder drei Tage lang begeistert herumlaufen, Kontakte knüpfen und neue Menschen und Bücher kennenlernen. Einen Stand haben wir nicht, aber unser Terminkalender ist dort inzwischen auch so voll. Wir freuen uns schon, Veit aus der Buchhandlung Löwenherz aus Wien wieder zu treffen oder auch Jim Baker vom Querverlag aus Berlin. Auch Susan Hawthorne von Spinifex Press aus Australien steht auf unserer Besucherinnenliste.

Seid mit dabei! Wir freuen uns, euch bei diesen Veranstaltungen zu treffen.

Verlosung: Gewinnt „Neustart Berlin“ von Franziska Kirchhoff

Gepostet von am Mrz 11, 2016 in Verlosung | 28 Kommentare

Neustart-Berlin_VerlosungVor kurzem erschien das Buch „Neustart Berlin“ von Franziska Kirchhoff. Nun verlosen wir zum Wochenende drei Bücher (zwei e-Books und eine Printausgabe). Außerdem gibt es eine Tasse mit dem Buchcover zu gewinnen.

Um an der Verlosung teilzunehmen, hinterlasst entweder einen Kommentar unter diesem Blogbeitrag oder schickt uns eine Mail an info@ylva-verlag.de. Schreibt bitte dazu, ob ihr gern die Tasse, das e-Book oder die Printausgabe gewinnen möchtet. Einsende- und Kommentarschluss für die Verlosung ist Samstag, der 12. März, um 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Wir ziehen am Montag die Gewinner/innen und kontaktieren sie direkt.

Jetzt mitmachen! Wir drücken euch die Daumen.

e-Book Verlosung zum Valentinstag: Gewinnt „Im Scheinwerferlicht“ von Jae

Gepostet von am Feb 13, 2016 in Verlosung | 22 Kommentare

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Zum Valentinstag verlosen wir zwei e-Books des neuen Buchs von Jae, das offiziell im März 2016 erscheinen wird: „Im Scheinwerferlicht“, das 2. Buch der erfolgreichen Hollywood-Serie.

Um eines der e-Books zu gewinnen, hinterlasst entweder einen Kommentar unter diesem Blogbeitrag oder schickt uns eine E-Mail an info@ylva-verlag.de. cover_Im Scheinwerferlicht_500x800Einsende- und Kommentarschluss für die Verlosung ist Sonntag, der 14.02., um 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Wir ziehen am Montag die Gewinner/innen und kontaktieren sie direkt.

Jetzt mitmachen! Wir drücken euch die Daumen.

Wer sind eigentlich die Ylvas? Ein Blick hinter die Verlagskulissen

Gepostet von am Feb 11, 2016 in Aus dem Verlag | 1 Kommentar

Heute wollen wir unseren Leser/innen mal einen Blick hinter die Verlagskulissen von Ylva gewähren. Jetzt wird es persönlich! Zwischen Bücherregalen und Stapeln mit Lesbenbüchern wuseln in den Verlagsräumen in Kriftel vor allem vier Personen herum. Natürlich machen sie nicht die ganze Arbeit allein, sondern es gibt noch andere freiberufliche und anderweitige Mitarbeiterinnen, auch außerhalb Deutschlands. Doch wir fangen heute mal klein an und stellen die Verlagsfrauen von Ylva vor Ort vor. Wer hat hier welche Aufgaben, was gibt es für Gemeinsamkeiten, und vor allem: Wer guckt am liebsten welche Fernsehserie?? Lehnt euch zurück, wir tischen auf!

ylvas-kulissen_ohletzErstmal und vor allem gibt es Astrid Ohletz, die Inhaberin und Verlegerin von Ylva. Das bedeutet, sie macht eigentlich von allem etwas: Manuskripte lesen und entweder annehmen oder ablehnen, gelegentlich noch selber lektorieren, an der Covergestaltung mitarbeiten, Verträge abschließen, Rechnungen bezahlen und nicht zuletzt Kontaktperson für Buchhändler/innen und andere Verlage sein. Sie ist die Hauptansprechpartnerin für Leser/innen, sie telefoniert, skypet und mailt also jeden Tag unglaublich viel. Generell legt sie auch die Strategie des Verlags fest und versucht, alles auf Kurs zu halten. Und vieles mehr. Am meisten Spaß macht es ihr, selbst ein Manuskript zu lektorieren, das sie schon bei der Einreichung positiv umgehauen hatte. Eine Autorin dabei zu unterstützen, das Beste aus sich und dem Text herauszuholen und dann am Ende das fertige Buch in der Hand zu haben, ist für sie unbezahlbar. Einmal pro Woche bestellt Astrid übrigens auch Pizza für alle, und zwar an dem Tag, an dem wir zu viert im Büro sind. Dann läuft sie mit einem Zettel durch den Verlag, und alle dürfen sich eine Pizza aussuchen. Für uns Pizza Junkies natürlich ein Festtag! Nur Daniela wird nie gefragt, denn sie hat ihre perfekte Pizza schon gefunden. Und so schreibt Astrid jede Woche dieselbe Pizza mit Schinken und Champignons für sie auf den Bestellzettel.

Daniela Hüge ist schon fast so lange bei Ylva wie ihre Frau Astrid, also im Prinzip seit 2012, was sich wohl irgendwie auch nicht vermeiden lässt, wenn man zusammen wohnt. Einen festen und offiziellen Platz im Ylva Pack hat sie aber erst seit 2015 – den 10-Jahres-Bonus als Bibliothekarin in einer Wirtschaftskanzlei hat sie dabei um nur einen ylvas-kulissen-huegeMonat verpasst! Sie ist bei Ylva die Produktionsleiterin. Sie formatiert Manuskripte bevor daraus Taschenbücher und E-Books werden. Außerdem betreut sie die Website, den dortigen Shop und die interne Datenbank. Als Zahlenfreak stellt sie außerdem monatlich die Steuerunterlagen für die Steuerberaterin zusammen. Generell sind Excel und Access keine Gruselgestalten für sie. Wir anderen finden das wiederum fast ein wenig gruselig.

ylvas-kulissen-sumarnoSeit 2014 ist Devin Sumarno dabei und betreut als Cheflektorin die Autorinnen und ihre Manuskripte. Das bedeutet, sie ist bei allen Entscheidungen mit dabei: von den Überlegungen, dieses oder jenes Buch ins Programm aufzunehmen über die einzelnen Phasen des Lektorats und Korrektorats bis hin zur Produktion. Die wichtigste Aufgabe von Devin ist es, unseren Autorinnen zu helfen, das Beste aus ihren Manuskripten herauszuholen. Sie berät in sprachlichen Stilfragen und korrigiert die Texte. Für „krittelige Besserwisserinnen“, wie sich Devin gern selbst bezeichnet, ist der Lektoratsberuf ein Traumjob. Deshalb hat sie auch am meisten Spaß, wenn sie sich in die Tiefen eines Texts hineingraben und nach der besten Formulierung eines jeden Satzes wühlen darf.

ylvas-kulissen-achillesSteffi Achilles ist erst seit 2016 bei Ylva dabei und unterstützt vor allem Daniela beim Formatieren der Bücher und hilft beim Betreuen der Website. Außerdem ist sie als Crossmedia Expertin für die Blogthemen und generell die Social Media Strategien zuständig, die sie mit Astrid abstimmt. Da Steffi auch nach Feierabend und am Wochenende kaum von ihrem Computer wegzubekommen ist, sind alle Arbeiten, die mit digitalen Medien zu tun haben, eine Freude für sie: Formatieren, Layouten, Bildbearbeitung, Bloggen, Videos basteln.

Abgesehen von der Liebe zu Lesbenbüchern und Fan Fiction haben Astrid, Daniela, Devin und Steffi eine weitere gemeinsame Leidenschaft: Fernsehserien! Möglichst mit starken Frauenfiguren, Lesbengeschichten oder anderweitig queeren Inhalten. Astrid guckt zur Zeit Daredevil, fieberte aber schon seit Wochen dem Beginn der zweiten Staffel von Ms. Fisher’s Murder Mysteries auf Netflix entgegen. Diese Krimiserie spielt in den 1920er Jahren in Melbourne, Australien. Neben den intelligenten Storylines, den unglaublich tollen Kostümen samt Kulissen – die pro Folge übrigens eine Millionen Dollar gekostet haben sollen, wie Astrid neulich erzählte – beeindruckt vor allem die feministische Detektivin und ihre beste Freundin, die lesbische Ärztin. Bei dieser Serie kommt auch Daniela gern dazu, die ansonsten zur Zeit zum wiederholten Mal The 100 guckt und frisch verliebt ist in die Serie Orange is the New Black. Allerdings fiebern auch sonst alle im Ylva Pack schon der vierten Staffel entgegen.

Devin ist von Game of Thrones angefixt. Sie schwärmt regelmäßig davon, wie unglaublich beeindruckend die einzelnen Handlungsstränge ineinandergreifen, sich gegenseitig beeinflussen und wie die Serienautor/innen den Überblick über all das behalten. Außerdem werde hier ganz vorzüglich gezeigt, dass Antagonist/innen in ihrem eigenen Erzählstrang Protagonist/innen sind, und dass Sympathiebildung oft nur eine Frage der Darstellungsweise ist. Nur was mit Melisandre und ihrem „Religionsquatsch“  (Zitat Devin) zu tun hat, geht ihr tierisch auf den Keks. Und natürlich Bran. Steffi findet Game of Thrones übrigens überhaupt nicht spannend und hat es nicht einmal über die ersten fünf Folgen der Serie geschafft. Sie hält Sense 8 für eine der besten queeren Serien der letzten Jahre und greift auch sonst gern zu den Genres Supernatural, Fantasy und Superheros. Aktuell also zum Beispiel The 100 und die neue Serie Supergirl. Astrid hingegen findet Supergirl ganz schrecklich. Ihr merkt, peinliche Gesprächspausen kann es bei Ylva gar nicht geben 😉

Neue Kurzgeschichte „Umzugsfieber“ von Jae erschienen

Gepostet von am Jan 14, 2016 in Neuerscheinung | Keine Kommentare

Umzugsfieber_Jae_500X800Wir kennen fast alle den Witz: Wie kommt eine Lesbe zu ihrer zweiten Verabredung? – Antwort: in einem Umzugswagen.

Nun, die beiden Protagonistinnen in Jaes neuer Kurzgeschichte „Umzugsfieber“ haben die zweite Verabredung schon lange hinter sich. Dennoch könnte der Zeitpunkt, an dem Aiden und Dawn zusammenziehen, kaum ungünstiger für ihre Freundin Kade sein. Kades homofeindliche Mutter, Sophie, hat ihren Besuch in Portland angekündigt. Ihr Timing könnte kaum schlechter sein, denn Kade ist frisch verliebt in eine Frau. Außerdem hat sie ihren Freundinnen Aiden und Dawn versprochen, beim Umzug zu helfen. Statt durch Kunstmuseen zu schlendern und in teuren Restaurants zu speisen, soll Sophie nun Umzugskartons für ein lesbisches Paar schleppen. Kade versucht sich einzureden, dass ihre Mutter sich vom Umzugsfieber anstecken lassen wird, aber sie ahnt, dass der Besuch kein gutes Ende nimmt.

„Umzugsfieber“ ist der dritte Teil von Jaes erfolgreicher Portland-Serie, die mit den Romanen Auf schmalem Grat und Rosen für die Staatsanwältin begonnen wurde.

Das E-Book ist ab sofort erhältlich via Löwenherz, Amazon, und Kobo.

Viel Spaß beim Lesen!
Das Ylva Team

Ins neue Jahr mit den Ylva Autorinnen

Gepostet von am Dez 30, 2015 in Aus dem Verlag | Keine Kommentare

Wie sieht wohl das Privatleben von Schriftsteller/innen aus? Und was bekommen sie eigentlich zu Weihnachten? Sicherlich Unmengen an Büchern, Notizblöcken und Stiften – oder doch nicht? Wir haben unsere Ylva Autorinnen gefragt, was sie dieses Jahr geschenkt bekamen. Außerdem wollten wir gern wissen, was unsere Lesbian Fiction Autorinnen sich für 2016 vorgenommen haben.

 

Unsere Autorinnen

Unsere Autorinnen

Für die Fantasy-Liebhaberin Devin Sumarno gab es dieses Jahr  „Das goldene Garn“ aus Cornelia Funkes „Reckless“-Reihe und außerdem „Die Schlacht der fünf Heere“ der „Hobbit“-Trilogie. xmas2015-devinSehr hat sie sich über den Staubwischroboter gefreut, der demnächst in Ruhe den Boden entstauben wird während Devin arbeitet und sich noch besser auf Ylva Manuskripte konzentrieren kann. Dann gab es noch Spannbettlaken für Devin, „weil ich mich beim Schlafen immer so wild durchs Bett wühle, dass ich es spätestens nach fünf Nächten schaffe, ein neues Laken an unmöglichen Stellen mit Pillingknötchen zu übersäen“. Das Lieblingsgeschenk aber war von Devins Frau: „Sie schafft es jedes Jahr, etwas aufzutreiben, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet habe und vom dem ich daher noch gar nicht wusste, dass ich es mir wünsche.“ Dieses Jahr gab es von ihr ein Buch von Liz Climo, die humorvolle und herzerwärmende Comics über Freundschaft zeichnet.

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Jae glaubt, dass sie dieses Jahr ziemlich brav war, da sie zu Weihnachten so reichlich beschenkt wurde. „Unter anderem lagen eine Weltkarte zum Freirubbeln der Orte, an denen ich schon gewesen bin, eine Tasse zum Golfspielen in den Schreibpausen und mehrere Bücher unterm Tannenbaum!“

Dagegen hatte Verena Martin ein wenig Pech mit ihren Geschenken. Ihre Familie hat für das Verschenken allerdings auch ein ungewöhnliches System. „Jeder trägt Wünsche in eine Liste ein. Dann muss sich jeder zwei Geschenke, die sie/er verschenken will, aussuchen. Man weiß aber nicht, wer sich das Geschenk gewünscht hat. Da gibt es manchmal ganz schöne Überraschungen, wenn man sieht, dass das Geschenk doch nicht für die Person war, für die man dachte, dass es wäre.“ Dieses Jahr hatte sich Verena unter anderem zwei Bücher gewünscht. xmas2015-verenaDen ersten Sammelband der Comicbücher zur Fernsehserie „The Walking Dead“ und ein Buch zu Verenas neuem Hobby, dem Bogenschießen. Das Comic hat sich der Verschenkende leider an seine ehemalige Anschrift liefern lassen, so dass es nicht pünktlich zu Weihnachten bei Verena war. Die Hoffnung ist, dass es noch bis Silvester bei ihr ankommt. Das zweite Buch wurde zwar rechtzeitig und mit der richtigen Zieladresse bestellt, es kam jedoch trotzdem bisher nicht an. Als Trost bekam Verena dann eine Flasche Apfelwein geschenkt, als „Zielwasser“, wie ihr gesagt wurde. „Das Blöde daran – ich trinke gar keinen Alkohol.“ Doch gab es auch Geschenke, über die sich Verena sofort freuen konnte: „Von meiner Frau habe ich einen echt tollen, handgefertigten Stift bekommen.“ Dieser passt perfekt in ihre immer weiter wachsende Sammlung besonderer Stifte. Außerdem gab es einen „Messenger Bag“ im Army-Style. „In diese Tasche passt genau mein Laptop hinein“, freut sie sich.

Die Herausgeberin Astrid Ohletz berichtet vom bisher seltsamste Weihnachtsfest überhaupt: „Temperaturen, in denen frau mit T-Shirt in der Wohnung rumlaufen und sich auf dem Balkon sonnen kann und dazu auch keine Weihnachtsdeko in der Wohnung.“ xmas2015-astridDa der Ylva Verlag kurz vor Weihnachten erst den Umzug in neue Büroräume beendete, hatten Astrid und ihre Frau keine Zeit für Dekorationen und Weihnachtsstimmung. „Da wir dann auch wirklich auf dem Zahnfleisch gegangen sind, haben wir uns entschieden, dass wir diese Weihnachten drei Tagen nur schlafen und/oder Serien schauen.“ Geschenke gab es aber trotzdem. Am meisten freuten sich Astrid und ihre Frau über das Poster von „Hunstanton“, ein altes Werbeposter der englischen Bahn. „Old Hunstanton“ ist außerdem der Ort, in dem die beiden seit vier Jahren ihren Jahresurlaub verbringen, „und die weiß-roten Klippen erkennt jeder, der schon einmal dort war.“ Das Poster kam übrigens von der Ylva Autorin Gill McKnight. Darüber hinaus gab es für Astrid interessante Essige und Öle, über die sie sich als begeisterte Köchin sehr gefreut hat. Außerdem gab es gefühlt tonnenweise Schokolade. „Darüber freuen sich sicher am meisten unsere Angestellten und die DHL oder Hermes Bot/innen, da wir alle Süßigkeiten im Büro in einer großen Schüssel für alle zur Verfügung stellen werden :-)“

 

Was haben sich unsere Autorinnen für das Jahr 2016 vorgenommen?

Ihre Vorsätze für 2016 sind für Devin Sumarno immerwährende: „Nicht vor Aufregung bis zur nächsten Game-of-Thrones-Staffel platzen, endlich sämtliche Teile von Star Wars anschauen (immerhin hab ich dieses Jahr die ersten drei Filme der Terminator-Reihe abgehakt! Bam!) und meine Vorhänge umnähen.“

Jae hat beim Nachdenken über die Vorsätze für das nächste Jahr erfreut festgestellt, dass sie alle ihre Ziele erreicht hat! Für 2016 wünscht sie sich, dass es im neuen Jahr ebenso gut läuft. xmas2015-jae02„Ich habe mir vorgenommen, nicht nur meinen Roman Im Scheinwerferlicht zu veröffentlichen, sondern auch noch ein weiteres meiner Bücher – Just Physical – ins Deutsche zu übersetzen.“ Außerdem möchte sie zwei englische Romane und einen weiteren Schreibratgeber schreiben. „Langeweile kommt da bestimmt nicht auf!“

Wie sicherlich Viele, hat sich Verena Martin vorgenommen, auf jeden Fall mehr Sport zu machen. Zur Zeit macht sie jeden Tag mit ihren Hunden im Wald mehrere Kilometer Walking. „Das will ich in den nächsten Monaten steigern und auch mehr Krafttraining machen. Vielleicht sogar in einem Fitnessstudio. Aber nicht, bis ich wie eine Bodybuilderin aussehe. ;)“ Nachdem Verena 2015 wegen Rückenprobleme lange krankgeschrieben war, möchte sie im neuen Jahr auf jeden Fall wieder arbeiten gehen und endlich wieder fit werden. Außerdem möchte sie sich von der Arbeit nicht mehr so stressen und hetzen lassen. „Das Leben ist zu kurz dafür.“ Sie möchte lieber öfter mit ihrer Frau Motorrad fahren und mit den Hunden Zeit an der frischen Luft und in der Natur verbringen. „Das inspiriert meine Fantasie dann auch für das Schreiben. Vielleicht hole ich im Frühling sogar mein Fahrrad wieder Mal aus dem Keller.“ Was das Schreiben angeht, bedauert Verena, dass sie 2015 einen kleinen Hänger hatte. „Ich habe zwar an einem neuen Roman gearbeitet und ihn auch schon eingereicht, aber es ging alles  nur sehr schwerfällig voran.“ 2016 möchte sie mindestens diesen angefangenen Roman fertig machen. Außerdem schreibt sie gerade zwei weiteren Romanen: „Der Eine liegt mir ganz, ganz besonders am Herzen, weil es meine erste längere Geschichte (und nicht Fanfiction) war, die ich im Internet eingestellt habe. Ich will diese Geschichte überarbeiten, erweitern, verbessern und dann hoffentlich irgendwann als richtiges Buch veröffentlichen. Das würde mich sehr glücklich machen. Und meine Leser/innen hoffentlich auch.“

Neben den Klassikern wie „gesünder ernähren und mehr Sport treiben“, möchte sich Franziska Kirchhoff 2016 politisch mehr engagieren: „Ich will meinen Hintern gerade für aktuelle weltpolitische Geschehnisse öfter vom Sofa zu bekommen.“ Geschehnisse möchte sie nicht länger nur passiv wahrnehmen, sondern eine aktivere Rolle einnehmen. „Es passiert gerade so viel Schlimmes in der Welt, da möchte ich mich später nicht fragen müssen, ob ich etwas hätte Bewirken/ Verändern können, wenn ich damals im Jahr 2016 für individuelle Freiheit, Persönlichkeitsrechte und Frieden auf die Straßen gegangen wäre oder die richtigen Organisationen finanziell unterstützt hatte.“

Astrid Ohletz wünscht sich, dass es der Ylva-Verlag schafft, die Qualität der Bücher weiter so hoch zu halten, wie bisher, „damit sowohl unsere Bücher, als auch unsere Autorinnen ernst genommen werden“. Außerdem wünscht sie sich, dass mehr Leser/innen unsere Bücher in die Hände bekommen. Unter ihrem Pseudonym möchte Astrid 2016 wenigstens einen Roman und zwei Kurzgeschichten veröffentlichen. „Das ist sehr schwierig, weil ich kaum Zeit habe und zu den Autor/innen gehöre, die es nicht schaffen zu schreiben, wenn sie immer nur eine Stunde am Tag dafür haben. Ich brauche „Head Space“, sprich, muss gedanklich spazieren gehen können—was übrigens hervorragend funktioniert, wenn ich auch wirklich spazieren gehe oder am Herd stehe.“ Ein weiterer Vorsatz von Astrid ist es, öfter mal wieder die Kamera in die Hand zu nehmen. Und last, but not least: „Ab 2016 wird sonntags nicht mehr gearbeitet. Vorbei ist die Zeit der 80 Stunden Wochen und sieben Arbeitstage. Yeah!“

Wir alle hoffen, die Ylva Leser/innen hatten entspannte Feiertage und starten entspannt ins neue Jahr. Alles Gute für euch vom Ylva-Team und unseren Autorinnen! 2016 wird ein aufregendes Jahr mit vielen neuen Lesbenbüchern, queeren Blogbeiträgen und Berichten von Events aus dem LGBTQ-Spektrum. Teilt uns auch gern eure Wünsche für das neue Jahr mit. Habt ihr Vorschläge für Bücher, die 2016 unbedingt geschrieben werden müssen? Schreibt uns eine Email an info@ylva-verlag.de oder hinterlasst uns einen Kommentar hier im Blog, bei Facebook oder bei Twitter.

 

Feuerwerk in Hamburg

Silvestergruß vom Ylva Verlag